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WM 2009



Hier finden Sie alles zur 54. UCI-Hallenradsport-WM 2009, die vom 6. bis 8. November im portugiesischen Tavira stattfindet!

 

In unserem WM-Spezial haben wir für Sie den Zeitplan, Starterlisten und Spielansetzungen in übersichtlicher Form online gestellt.

 

Unter den entsprechenden Menüpunkten gibt es ab Freitag alle aktuellen Ergebnisse unmittelbar nach jedem Start und Spiel - sofern es die Gegebenheiten vor Ort zulassen!

 

Zudem werden wir versuchen, Ihnen mit täglichen Zusammenfassungen und Bildern die WM möglichst zeitnah in Ihr Wohnzimmer zu transportieren. Eine Vorschau zu den Kunstraddisziplinen finden Sie unten.

 

Bei Fragen, Problemen sowie Lob, Kritik oder Anregungen können Sie mich gerne über E-Mail kontaktieren:  mst-media@gmx.de

 

Stefan Thomé, Herausgeber Fachmagazin HALLENRADSPORT

 

 

BDR auf Gold und Silber programmiert

TAVIRA - Das wird wohl einer der spannendsten Weltmeisterschaften der jüngsten Vergangenheit.

 

Die UCI-Titelkämpfe im Kunstradfahren und Radball, die am kommenden Wochenende im portugiesischen Tavira an der Algave zum 54. Mal stattfinden, werden den Schlusspunkt einer abwechslungsreichen Saison sein.

  

 

Bundestrainer Maute ist optimistisch

 

Allerdings war Bundestrainer Dieter Maute mit der Generalprobe beim Drei-Nationencup in Lustenau/Österreich nicht ganz zufrieden: "Das war ein durchwachsenes Ergebnis unter schwierigen Bedingungen. Einige sind gut gefahren, andere nicht."

 

Außerdem bereite ihm die Tatsache Sorge, dass manche seiner Athleten gesundheitlich angeschlagen beim WM-Lehrgang in Albstadt aufschlugen.

 

Doch er hofft, dass alle rechtzeitig vor dem Abflug nach Portugal am heutigen Dienstag wieder fit sind. Dennoch will Maute in allen Disziplinen die optimale Ausbeute von Gold und Silber holen.

 

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4er Frauen: Aach vs. Hohenems

 

Trotz allem sind in fast allen Disziplinen die deutschen Athleten wieder klare Favoriten. Aber nur fast, denn im Vierer der Frauen kommt der amtierende Weltmeister sowie Weltrekordhalter aus Österreich. Und das Quartett aus Hohenems wird alles daran setzen, den Titel zu verteidigen.

 

Den wollen Manuela Dieterle, Katja Gaißer, Ines und Simone Rudolf vom RMSV Aach wieder zurückholen. Die Weltmeisterinnen von 2007 und amtierende Vize-Titelträgerinnen gehen als neue deutsche Meisterinnen mit gestärktem Selbstbewusstsein ins Rennen.

 

Zwar mussten sie unmittelbar nach der DM ihr Training aufgrund einer Verletzung einstellen und den Start beim Drei-Nationen-Cup absagen. Aber in der vergangenen Woche startete Aach gerade noch rechtzeitig in die Vorbereitung. Seitdem bereiten sich die vier Damen vom Bodensee intensiv vor.

 

"Ihr Betreuer Paul Gaißer hat mir versichert, dass sie eine gute Form haben", sagte Bundestrainer Maute, der einen spannenden Wettkampf erwartet. Dabei hofft er, dass die diesjährige Serie der Badenerinnen hält. In den direkten Duellen gegen Hohenems blieb Aach in der laufenden Saison immer vorne und hält seit dem 12. September mit 192,10 Punkten zudem die aktuelle Weltbestleistung, die über dem Weltrekord der Österreicherinnen liegt.

 

Die Entscheidung zwischen den insgesamt fünf Mannschaften startet am späten Freitagabend. Von der Papierform her dürften sich neben Deutschland und Österreich die Schweiz sowie die Slowakei für das Finale am Samstagnachmittag qualifizieren.

 

Aber auch Ungarn hat durchaus die Chance auf die Medaillenrunde. Tschechien, Weltmeister von 2005, und Frankreich nehmen nicht teil.

 

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2er Elite: Offener Zweikampf

 

Zwischen den Vizeweltmeistern Stephan Rauch und Ann-Kathrin Egert (Langenprozelten) und den zweifachen deutschen Vizemeistern Florian und Felix Blümmel (Langenselbold) erwartet Maute wieder einen offenen Zweikampf.

 

"Rauch/ Egert haben die geringe Schwierigkeit, die sie mit der sauberen Fahrweise wettmachen", sieht der Bundestrainer das deutsche Meisterpaar der vergangenen zwei Jahre leicht im Vorteil. "Felix und Florian müssen ihre Kür fehlerfrei durchbringen. Sie haben schon gezeigt, dass sie dann gewinnen können."

 

Aber auch hier mahnt Maute vor Überehrgeiz der WM-Neulinge: "Im Zweier sind schnell 20, 30 Punkte weg, wenn was schief geht, dann die Zeit fehlt oder es hinten kracht." Und genau darauf spekulieren leise die Paare auf den folgenden Startplätzen.

 

Denn Joachim sowie Fabian Allgäuer (Österreich) und Beni Jost sowie Joel Schmid (Schweiz), die jeweils schon Bronze gewinnen konnten, aber auch Sum Yee Samuel Yu/ Ting Hin Lo (Hongkong) haben Chancen auf eine Medaille, wobei Silber und mehr am späten Samstagabend einer Sensation gleich käme.

 

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1er Frauen: Corinna Hein ist Favorit

 

Definitiv eine neue Weltmeisterin wird es im Einer der Frauen geben. Titelverteidigerin Anja Scheu (Tailfingen) kam zu spät in Schwung und verpasste die Qualifikation. Ein persönliches Startrecht, das sie 2008 noch zur WM führte, gibt es nicht mehr. Es wurde auf Antrag der Fachkommission Halle von der UCI nach drei Jahren wieder ausgesetzt. Maute sieht nun Corinna Hein (Mörfelden) favorisiert.

 

"Corinna hat in dieser Saison konstant die beste Leistung gezeigt", freut er sich über ihr starkes Nervenkostüm. Das bescherte der Vize-Weltmeisterin von 2003 und 2004 zwei Weltrekorde, die Gesamtsiege bei den German- und Swiss-Austria-Masters sowie DM-Gold – und das trotz starker Erkältung.

 

An der litt im Vorfeld auch Sandra Beck (Trillfingen), die laut Maute wieder fit ist und bei der WM alles auf eine Karte setzen will. "Sie beabsichtigt höchstes Risiko gehen, den Handstand in der ganzen Runde zu fahren und die Steiger-Rückwärts-Serie freihändig zu zeigen", erzählt Maute.

 

Letzteres ist Beck trotz des welligen Bodens beim Drei-Länderkampf bei sonst eher verpatzter WM-Generalprobe mit nur 153,19 Punkten gut gelungen. "Das gibt mir zusätzliche Sicherheit", sagt sie und Maute fügt hinzu: "Nach je zweimal Silber und Bronze ist es ihr erklärtes Ziel, endlich ganz oben zu stehen. Dafür wird sie alles geben."

 

Sollte ihr im Finale ein Traumlauf gelingen, so sei laut Maute Gold drin. Es könnte aber auch weniger werden. "Da ist eben alles drin, auch Corinna muss ihre Leistung erst einmal bringen."

 

Auf mögliche Patzer der Deutschen spekuliert Denise Boller aus Österreich, die mit der höchsten Schwierigkeit ins Rennen geht, welche sie bisher aber nur selten optimal umsetzte. Ihre Landsfrau Melanie Mörth, Nicole Lébanková und Nicole Frybortova (beide Tschechien) sowie Junioren-Weltrekordlerin Angela Nägele (Schweiz) hoffen am WM-Sonntag auf eine Teilnahme im Final-4 und haben Bronze vor Augen.

 

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1er Männer: Tagesform wird entscheiden

 

Derweil sind die beiden deutschen Männer auf Gold und Silber gepolt. Weltmeister David Schnabel (Soden) und Vize-Champion Florian Blab (Ailingen) liegen weit vor der Konkurrenz. "Sie haben in Lustenau überzeugt, beide haben das Potenzial zum Sieg", denkt Maute, dass die Tagesform entscheiden wird.

 

Dabei ist Schnabel von seiner DM-Pleite mit Platz fünf ebenso bis in die Haarspitzen motiviert, wie Blab, der nach zweimal WM-Silber (2006, 2008) endlich Gold holen will.

 

Derweil drückt Maute den beiden asiatischen Startern, Hang Cheong Wong (Macau) und Sum Yee Samuel Yu (Hongkong), die Daumen, dass sie ihre gute Ausgangspositionen mit Startplatz drei und vier in eine Medaille umsetzen können. Es wäre das erste Mal das Asien auf dem Podest stehen würde.

 

Bei der Vorrunde am Samstag warten Mario Augsburger (Schweiz), Ludvik Pisek (Tschechien) und Patrick Klein (Frankreich) auf Ausrutscher der beiden Fahrer aus Übersee.

 

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2er Frauen: Titelverteidigerinnen in aufsteigender Form

 

Im Zweier der Frauen spricht die aufsteigende Tendenz von Kathrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier aus Mainz-Ebersheim für eine erfolgreiche Titelverteidigung. Die frisch gebackenen deutschen Meisterinnen verbesserten beim Drei-Nationen-Cup ihren eigenen Weltrekord auf 148,14 Zähler.

 

"Jetzt, zum Saisonhöhepunkt spielen sie ihre Routine aus", beurteilte Maute die positive Leistungskurve und lobte die ruhige Ausstrahlung. "Sie haben nicht mehr so nervös gewirkt", sagte er nach ihrer Rekord-Kür. Offensichtlich wirkt sich der weggefallen Druck der WM-Qualifikation befreiend aus.

 

Währenddessen empfiehlt Maute den Stadtrivalinnen Nadja und Julia Thürmer (Mainz-Finthen) ihre erste WM-Teilnahme nicht zu verbissen anzugehen und zu genießen: "Dann wird ihnen auch eine gute Kür gelingen, mit der sie Schultheis/ Sprinkmeier wie bei den German Masters wieder unter Druck setzen können. Sie haben bei ihrer Premiere nichts zu verlieren."

 

Ihren DM-Absturz auf Platz vier haben sie gut verkraftet. "Eine Medaille sollte drin sein", so Maute, weiß aber, dass es bei einem ähnlichen Debakel auch Blech geben kann. Denn mit den Tschechinnen Andrea Petricková und Iva Valesová sowie dem Schweizer Duo Barbara Morf und Nina Bommeli sind die Bronzemedaillengewinnerinnen der vergangen beiden Jahre mit WM-Erfahrung in Lauerposition. 

 


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