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13.11.16 - UCI-Weltcupfinale in Winterthur: Höchst I nur zur Hälfte auf dem Podest

Von: Stefan Thomé

Warum Markus Bröll bei der Siegerehrung fehlte / Versöhnlicher Abschluss für Gastgeberteam

Patrick Schnetzer war bei der Siegerehrung alleine (Foto oben), Partner Markus Bröll (unten links - im Duell gegen Winterthur) war auf dem Weg zur Geburt seiner Tochter. Fotos: RC Höchst/Daniel Frei

WINTERTHUR - Am Ende stand Patrick Schnetzer alleine auf Rang eins des Podiums. Der Radball-Tormann des RC Höchst trat die Siegerehrung des UCI-Weltcupfinals in Winterthur (Schweiz) ohne Partner Markus Bröll an.

Eine Unsportlichkeit? Weit gefehlt! Denn: "Markus hatte leider keine Zeit mehr, da bei seiner Frau Jasmin die Wehen eingesetzt haben", begründete das Duo auf seiner Facebookseite.

Unmittelbar nach dem Endspielsieg im Höchster Vereinsduell gegen ihre Club-Kollegen Simon König/Florian Fischer (Höchst II) erreichte Bröll das Telefonat seiner Gattin Jasmin, dass die Wehen eingesetzt hätten.

 

Markus‘ Vater Wolfgang – er ist für die Höchster Teams Mechaniker – fuhr seinen Sohn von der Spielfläche weg ins rund eine Autostunde entfernte Krankenhaus von Dornbirn, berichtete Vorarlberg Online. Ob er dort noch im Spieldress ankam, ist nicht überliefert. Jasmin Bröll (geb. Soika) – Ex-Weltmeisterin im Zweier-Kunstradfahren – brachte hier eine Tochter zur Welt.
 

Klare Dominanz

Die beiden Höchster Mannschaften untermauerten in Winterthur vor rund 500 Zuschauern eindrucksvoll ihre diesjährige Vormachtstellung, gewannen ihre Vorrundengruppe jeweils ungeschlagen. Nur Höchst II büßte beim 5:5 gegen das Gastgeberteam Peter Jiricek/Marcel Waldispühl zwei Punkte ein.

Im Halbfinale machte Höchst I kein Gastgeschenk und demontierte Winterthur mit 11:3, während sich Höchst II gegen den deutschen Meister und WM-Starter RMC Stein (Bernd Mlady/Gerhard Mlady) mit 5:2 durchsetzte.

Im Endspiel hatte es vor allem Bröll eilig, wollte er doch so schnell wie möglich zur Geburt seines ersten Kindes. Doch er musste nach einem 5:5 in die sieben Minuten lange Verlängerung. "Da haben wir nochmal alles mobilisiert", sagten die beiden. Schnetzer erlöste seinen Partner mit zwei Toren zum zweiten gemeinsamen Weltcup-Triumph nach 2014.

 

 

Abschied aus dem Radball-Zirkus


Für Gastgeber Winterthur gab es ein versöhnliches Ende. Jiricek und Waldispühl beendeten ihren letzten internationalen Wettkampf als Dritte. Im kleinen Finale schlugen sie Stein mit 7:3. Der Gesamtweltcup-Sieg wird damit als einziger Titel in der Sammlung dieses Gespanns fehlen. Am 14. Januar 2017 bestreiten die Schweizer gemeinsam mit Trainer Petr Jiricek ihr eigenes Abschiedsturnier.

Ärgerlich für RC Höchst II: Als Sieger des Worldcup-Rankings scheiterten sie nach 2012 und 2013 zum dritten Mal im Endspiel der Finalrunde.

Weltcup-Titelverteidiger Altdorf
/SUI (Roman Müller/Dominik Planzer) musste sich hingegen mit dem sechsten Rang begnügen und Stein verpasste zum zweiten Mal in Folge als Vierter knapp den Sprung aufs Podium.

Diesen Teams bleibt aber noch die Chance auf den WM-Titel Anfang Dezember. Sie gehen gemeinsam mit Höchst I und Svitavka (CZE) als Medaillenanwärter ins Rennen.

Ergebnisse UCI-Wetlcupfinale in Winterthur/SUI (via radball.at)

 

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