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16.01.17 - Weltmeisterlicher Rücktritt vom Spitzensport

Von: Daniel Frei / Sportjournalist.ch

Löwencup ist Abschied von Marcel Waldispühl, Peter Jiricek und Trainer Petr Jiricek gewidmet

Peter Jiricek und Marcel Waldispühl beendeten ihre Spitzensportkarriere mit einem zweiten Platz. Auch Trainer Petr Jiricek zieht sich nun aus dem Leistungssport zurück. (Fotos: D. Frei)

WINTERTHUR -  Was für ein Tag für ein erfolgsverwöhntes Spitzensporttrio aus Winterthur. Der heimische Löwencup war vollumfänglich dem Abschied von Marcel Waldispühl, Peter Jiricek und ihrem Trainer Petr Jiricek gewidmet.

 

Trotz vielen Emotionen und Geschenken wurde auf der sportlichen Ebene nichts geschenkt. Zum Schluss standen Waldispühl/Jiricek ein letztes Mal den Weltmeistern der vergangenen vier Jahren, Schnetzer/Bröll aus Höchst gegenüber.

 

Neben den sportlichen Fans kamen auch viele Verwandte und Bekannte in die Halle und standen ihren Schützlingen zur Seite. Bereits in der ersten Partie stand das Rivalenteam aus Altdorf gegenüber. Allerdings ohne Dominik Planzer, welcher ferienhalber fehlte. Dafür mit Paul Looser, dem ehemaligen Weggefährten von Peter Jiricek.

 

Der Urner Lebemann wurde 2002 mit Peter Jiricek Weltmeister und gewann danach zwei weitere WM-Silbermedaillen. Dazu führten sie drei Jahre lang die Weltrangliste an.

 

Vor dem Spiel beschenkten die Urner das Winterthurer Team mit einem persönlichen Geschenk. Etwas, was während dem Turnier immer wieder vorkam, zuletzt gar von Schiedsrichter Miroslav Kratochvil, dem tschechischen Weltmeister von 1989.

 

Im Spiel gegen die Innerschweizer waren Waldispühl/Jiricek die eingespieltere Mannschaft. Winterthur bezwang Altdorf mit 6:3. Gegen Svitavka, dem Meister aus Tschechien und WM-Vierten folgte ein hartumkämpften 5:4-Sieg.

 

Dann kam es zur Partie gegen die Gebrüder Waibel aus Pfungen. Auch hier folgte ein knapper 3:2-Erfolg. Pfungen war das einzige Equipe, welche keine Weltmeister auf dem Spielfeld hatte.

 

Severin und Benjamin Waibel zeigten ein starkes Turnier. Mit einem Sieg über Tschechien und einem Unentschieden gegen die Altdorfer belegte Pfungen den dritten Schlussrang.

 

 

Räder hängen am Nagel

 

Neben den Winterthurern kamen auch die Weltmeister Patrick Schnetzer und Markus Bröll aus Höchst ohne Verlustpunkte durchs Turnier. Die Direktbegegnung musste die Entscheidung bringen. Perfekte Ausgangslage für das aller letzte Spiel von Jiricek/Waldispühl.

 

Die Begegnung blieb lange Zeit offen und die Zuschauer hofften schon auf eine Verlängerung. Am Ende setzte sich Höchst erwartungsgemäss durch. Das letzte Resultat in der erfolgreichen Karriere von Waldispühl/Jiricek lautete 3:5.

 

Mit dem Schlusspfiff geriet der Sport in den Hintergrund und die Emotionen setzten sich durch. Beim Interview fehlten die Worte und es flossen Tränen des Abschieds. Als letzter Akt wurden die Räder an den berühmten Nagel gehängt.

 

Nach den letzten Fotos und Fernsehaufnahmen verlagerten sich die Festivitäten an den Rand der Altstadt. Am Galaabend der geladenen Gästen würdigte Stadtpräsident Michael Künzle noch einmal das Team und bedankte sich fürs wertvolle Marketing des Namens Winterthur im In- und Ausland.

 

Die erfolgreiche Karriere wurde mit allen ehemaligen Partnern von Peter Jiricek noch einmal beleuchtet, bevor eine Party in den frühen Morgenstunden die Spitzensportkarriere von Marcel Waldispühl, Peter Jiricek und Erfolgstrainer Petr Jiricek endgültig besiegelte.

 

Ergebnisse Winterthurer Löwencup 2017*

 

via radball.at/alle ohne Gewähr!

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