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09.05.17 - UCI-Weltcup: Obernfeld ist erster Spitzenreiter

Von: Stefan Thomé/BDR-Medienservice

Kopp-Cousins schlagen in Beringen zweimal Höchst II

Die drei besten Teams des ersten UCI-Weltcupturnieres in Beringen. (Foto: Obernfeld)

BERINGEN/AIGLE - Großer Erfolg für die deutschen Radballer beim ersten UCI-Weltcup der Saison 2017. In Beiringen/Belgien sicherte sich das Team des RV Stahlross Obernfeld den Sieg – der vierte Turniercoup von Manuel und André Kopp in der internationalen Serie. Sie sind damit gleichzeig erster Weltcup-Leader.

 

Die Niedersachsen besiegten den österreichischen Vertreter Höchst II in einem hochklassigen Finale mit 3:2. "Das war eine starke Antwort auf unseren bescheidenen Bundesliga-Spieltag vor einer Woche", kostete Manuel Kopp, Schütze des entscheidenden Tores, den Sieg aus.

 

Manuell Kopp betonte: "Gegen Höchst hatten wir bisher eine miserable Bilanz, umso beeindruckender, dass wir sie jetzt gleich zweimal geschlagen haben. Der Schlüssel zum Erfolg war diesmal eine überragende Defensive."

 

Auf Rang drei landete der RMC Stein, Bernd und Gerhard Stein - ebenfalls Cousins. Die deutschen Meister und WM-Dritten von 2016 hatten ihre Vorrundengruppe ungeschlagen dominiert.

 

Doch im Halbfinale scheiterte das Duo an Höchst II (4:5). Obernfeld schaltete hingegen das schweizer Team RMV Pfungen (Severin Waibel/Benjamin Waibel) mit 2:1 aus.

 

So kam es im Endspiel zum zweiten Aufeinandertreffen zwischen Obernfeld und Höchst II. In der Vorrunde hatten Kopp/Kopp mit 3:0 dominiert und behielten auch im zweiten Duell die Oberhand.

 

Mit ihrer Heimpremiere können Brecht Damen und Niels Dirikx (HZG Beringen) zufrieden sein. Rang sechs sprang für die Belgier heraus. Gegen den WM-Dritten von 2015, Dorlisheim aus Frankreich (Quentin Seyfried / Benjamin Meyer), unterlagen Damen/Dirikx im Platzierungsmatch mit 3:5.

 


Planung war eine schwere Geburt

 

Kleiner Wermutstropfen im Weltcup: Die Turnierreihe reduziert sich in diesem Jahr auf sechs Veranstaltungen.

 

Hans-Peter Flachsmann, UCI-Beauftragte des Radball-Weltcups, spricht von einer "schweren Geburt", wenn der Schweizer auf die Planung der Saison 2017 blickt. Nur sieben anstatt neun geplanter Turniere wurden vergeben.

 

Eins davon ist bereits wieder abgesagt. Flachsmann: "Japan hat abgesagt. Dort gibt es keine Vereine und der Verband hatte kein Geld." Wie die Qualifikation des besten asiatischen Teams für das Finale geregelt wird, kann Flachsmann derzeit nicht sagen.

 

Bis Mitte 2016 hatte sich kein deutscher Veranstalter gemeldet. "Ein absoluter Negativ-Rekord“, so Flachsmann. Bisher fanden immer mehrere Turniere in der Bundesrepublik statt.

 

Zudem fehlt erstmals Höchst (AUT) als Ausrichter. Der Club der aktuellen Weltmeister und Weltcup-Titelverteidiger Patrick Schnetzer/Markus Bröll war seit Beginn im Jahr 2002 fester Austragungsort. Doch 2017 sind die Österreicher mit der Ausrichtung der Weltmeisterschaften in Dornbirn betraut. "Das alles machte die Sache nicht einfacher", sagt Flachsmann.

 

21 Teams sind zum Weltcup 2017 gemeldet, wovon nur 16 das volle Programm von maximal drei Qualifikationsturnieren absolvieren werden. Die Schweiz, Österreich und Deutschland stellen mit je drei Teams und je einem zusätzlichen Wildcardstarter die größte Delegationen.

 

Tschechien und Frankreich schicken je zwei Mannschaften ins Rennen und für Belgien ist Beringen I das Zugpferd. Ungarn nimmt mit Tata nur an einem Turnier teil.

 

Station macht der Weltcup je einmal in Belgien und Österreich sowie dreimal in der Schweiz. Das Finale mit den besten acht Teams plus Ausrichter und einer asiatischen Mannschaft findet am 2. Dezember in Willich (GER) statt. Altdorf (Schweiz) ist nächster Gastgeber im August.

 

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