10.03.10 - Chemnitz fiebert Weltcup-Finale entgegen
Oberligist spielt gegen Weltelite / Gärtringen ist Titelverteidiger / Kimmerle wird UCI-Repräsentant

2008 traf Chemnitz in der Vorrunde des UCI-Weltcupturniers auf Weltmeister Hechtsheim. Beim Finale dürfen die Gastgeber erneut gegen den aktuellen Träger des Regenbogentrikots, dem RV Winterthur, antreten. (Foto: G. Pietsch/hrv-chemnitz-ev.de)
CHEMNITZ - Die Vorfreude kann kaum größer sein. Lars Gröer und Jens Wündisch vom HRV Chemnitz fiebern dem kommenden Samstag entgegen. Dann kommen sie ab 11 Uhr (Einlass ab 10 Uhr) zu der seltenen Gelegenheit, gegen die Weltelite im Radball anzutreten.
Als Ausrichter des UCI-Weltcupfinals der abgelaufenen Saison 2009 darf das sächsische Oberligateam, das im vergangenen Jahr die Landesmeisterschaft gewann, mit einer Wildcart ausgestatet antreten.
"Wir wollen uns möglichst gut verkaufen", sagt Feldspieler Lars Gröer, der bereits 2008 Weltcupluft geschnuppert hat. Da trugen die Chemnitzer das dritte der insgesamt acht Qualifikationsturniere aus.
Der 35-jährige Geschäftsführer einer Druckerei ging damals mit Uwe Pönisch an den Start, da Stammkeeper André Oestreich aus beruflichen Gründen nicht dabei sein konnte. Mittlerweile hat sich dieses Duo getrennt. "Es war kein reguläres gemeinsames Training mehr möglich", bedauert Gröer.
Neu im Tor steht nun Jens Wündisch. Der 38-jährige Rechtsanwalt kommt vom Nachbar-Club Chursdorf. Dort spielte er zuletzt mit Jan Mehnert ebenfalls in der Oberliga. Ihre letzte gemeinsame Saison beendeten sie als Dritter, hinter Chemnitz.
"Jens hatte schon länger bei uns mittrainiert", erklärt Gröer, dass es naheliegend war, als neues Team anzutreten. Und das mit Erfolg: Auf Anhieb gelang dem Duo der Staffelsieg.
Die erste Qualifikationsrunde zur 2. Bundesliga überstanden sie ungeschlagen. Nur weil Gröer im Finale verletzt passen und dafür Vereinschef Claudius Dörffel einspringen musste, wurde nichts aus dem Sprung ins Unterhaus.
Den streben Gröer/Wündisch in diesem Jahr erneut an. Derzeit liegen sie nach der Hinrunde mit acht Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen hinter Lückersdorf-Gelenau auf Platz zwei. "Die ersten Vier kommen in die erste Aufstiegsrunde", ist Gröer optimistisch, auch die restlichen drei Spieltage gut zu überstehen.
Messen mit dem Weltmeister
Dazwischen kommt es zum Messen mit den internationalen Topteams. Auf das Match gegen die amtierenden Weltmeister Winterthur/Schweiz (Peter Jiricek/ Marcel Waldispühl) freut sich Gröer am meisten. "Das wird schnell und anstrengend", weiß er aus Erfahrung.
Beim Turnier 2008 ging es in der Vorrunde ebenfalls gegen den damaligen Titelträger Mainz-Hechtsheim (Thomas Abel/ Christian Heß). Beim 2:9 kamen die Gastgeber immerhin zu zwei umjubelten Treffern und wurden am Ende Achter. "Das war schon ein tolles Gefühl", so Gröer, der auf eine volle Halle und gute Stimmung hofft.
Zudem trifft Chemnitz in der Vorrunde auf den zweifachen deutschen Meister Eberstadt (Jens und Holger Krichbaum), Ex-Weltmeister Svitavka/CZE (Jiri Hrdlicka/ Radim Hason) sowie den mehrfachen WM-Dritten Höchst/AUT, der letztmals in der Besetzung König/ Schneider antreten wird.
In der ersten Gruppe treffen die Titelverteidiger und frisch gebackenen Deutschlandpokal-Sieger Matthias König und Uwe Berner vom RV Gärtringen auf die Ehrenberger Rico Rademann und Mike Pfaffenberger, den Gewinner des Schweizer-Cup Altdorf (Dominik Planzer/ Roman Schneider), den RV Dornbirn (Martin Lingg / Patrick Köck) und dem asiatischen Vertreter University Osaka (Katsuya Tanaka/ Tomoaki Misu) aus Japan.
Zwei WM-Dauerkarten werden verlost
Gewinnen können auch die Zuschauer. Das OK-Büro der Hallenradsport-WM 2010 "in.Stuttgart" hat zwei Dauer-Eintrittkarten für die WM zur Verfügung gestellt. Diese werden vor der Siegerehrung verlost.
Von MST-media - Fachverlag für Hallenradsport - gibt es als zweiten Preis der Verlosung ein Jahresabonnement des Fachmagazins HallenRadSport. Teilnahmeberechtigt sind alle Käufer einer Tageskarte (auch ermäßigt).
Hartmut Kimmerle UCI-Weltcup-Repräsentant
(rad-net) - Heute wurde bekannt, dass Hartmut Kimmerle aus Gärtringen UCI-Repräsentant für die Radball-Weltcups in der Saison 2010 wird. Dies teilte UCI-Präsident Pat McQuaid dem Funktionär aus Gärtringen jetzt in einem Brief mit.
Kimmerle ist bereits in seiner Funktion als Mitglied der UCI-Kommission Hallenradsport für den Radball-Weltcup zuständig. Unter der Hoheit des Deutschen liegt dabei der gesamte Radball-Weltcup von der Planung über die Organisation, die Ausschreibung, die Zusammenstellung der Spielpläne oder der Teams.
Ebenso ist er auch Technischer Delegierter der UCI für den Weltcup. 2009 hatte Kimmerle dieses Amt bei sechs von acht Turnieren inne.
"Dies ist für mich eine Bestätigung meiner Arbeit die ich für die UCI mache und sehe, dass die Arbeit anerkannt wird", kommentierte Kimmerle seine Benennung.
BDR-Vizepräsident Manfred Schwarz gratulierte: "Mit dieser Ernennung werden die Verdienste Deutschlands im Bereich des Hallensports einmal mehr deutlich unterstrichen."
Gruppen-Spielplan des UCI-Weltcupfinals
Vorschau Freie Presse Chemnitz
Vorschau von unserem Mitarbeiter Heinz-Dieter Kuhlmann
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