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13.05.17 - Die Party steigt erst später

Von: Stefan Thomé

Tim Weber ist bei der DM in Rimpar einer der Titelfavoriten

Tim Weber ist in dieser Saison bei den Junioren die Nummer eins. (Foto: W. Schwarz)

Gefeiert hat er noch nicht. Dabei hat Tim Weber (RCV Böhl-Iggelheim) allen Grund dazu. In seinem zweiten U19-Jahr gelang dem 15-jährigen Kunstradfahrer beim Junior-Masters ein Durchmarch.

 

Alle sechs Durchgänge der EM-Qualifikation – dreimal Vorrunde, dreimal Finale – entschied der HRS-Weltjahresbeste (175,85 P.) für sich.

Entsprechend viel traut ihm Junioren-Bundestrainer Marcus Klein zu: "Tim hat die Chance, dreimal bei der EM zu starten und ich denke, er hat auch das Zeug dazu, dreimal den Titel zu holen."

 

Dieses Kunststück haben bisher erst vier Athleten vollbracht, darunter die mehrfachen Weltmeister Dieter Maute (1983 - '85) und Martin Rominger (1993 - '95) aus Tailfingen.

Natürlich ist Tim "mega Stolz" auf den Masters-Sieg und dass er beim Länderkampf gegen die Schweiz Ende April das Nationaltrikot tragen durfte. Doch die Party steigt erst später – dann wenn die beiden Saisonhöhepunkte DM und EM absolviert sind.

Für beide Wettkämpfe gilt Tim als Favorit. Dessen ist er sich bewusst. An ein mögliches EM-Tripple denkt er aber nicht: "So etwas ist nicht vorhersehbar." Außerdem betont er: "Ich habe starke Konkurrenten."

 

Tim meint vor allem Simon Köcher (RSV Öschelbronn), mit dem er zur EM nach Prag fahren wird. "Simon ist stark und sehr eng hinter mir. Das ist ein offenes Rennen, bei dem ich mir keinen Fehler erlauben darf."

Tims Stärke? "Ich weiß ganz genau, was ich kann", sagt er in Bezug auf seine Kür. Eine Angstübung habe er nicht. "Ich mag alle", betont er- Vor allem aber eine ganz bestimmte: Seit diesem Jahr gehört der Maute-Sprung vom Sattel- zum Lenkerstand zum Repertoire.

 

Ein Jahr hat er gebraucht, bis das Flug-Element saß. "Der Sprung macht unheimlich Spaß, kann aber immer mal schiefgehen“, sagt Tim. Dann seien mit einem Schlag viele Punkte weg.

Die aktuelle Vorbereitung läuft nach Plan. Drei- bis viermal in der Woche geht der Ganztagsschüler mit seiner Mutter Andrea in die Halle; seit zehn Jahren ein eingespieltes Team. "Es läuft super zwischen uns", findet Tim, "auch wenn es mal Uneinigkeiten gibt."

Als der Rheinland-Pfälzer im Alter von sechs Jahren über Bekannte bei einem Kunstradturnier landete, war er gleich Feuer und Flamme. Mama Andrea zog als Quereinsteigerin mit.

 

Tim: "Etwas Anderes wollte ich nie machen." Außer Ski- und Snowboardfahren. Der Winter-Familienurlaub zur Weihnachtszeit in Österreich, darauf freut er sich jedes Jahr.

Zwei DM-Medaillen hat Tim bei den Schülern eingefahren: In der U15 holte er 2014 Gold, ein Jahr später war es Silber. Zur Premiere bei der U19-DM zahlte er vergangenes Jahr hingegen noch Lehrgeld: Ein Patzer und nur Rang sieben.

 

Dieses Resultat sollte sich bei den anstehenden Titelkämpfen in Rimpar (13./14. Mai) sicher steigern lassen. Und dann darf Tim schon mal ein bisschen feiern.

 

Startliste U19-DM 2017 in Rimpar (PDF)

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