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17.05.10 - BDR reagiert auf Vorwürfe

 

Die Kommission Hallenradsport bezieht Stellung zum Rücktritt des Radball-Koordinatoren und dessen Team

FRANKFURT - Der Bund Deutscher Radfarer hat im Vorfeld der Junioren-Europameisterschaft am vergangenen Wochenende auf die Rücktritte des Radball-Koordinators Reinhard Schmidt (Naurod) sowie der Ligabeauftragten Rolf Velten (Lollar, Elite), Klaus Schmeldtenkopf (Hannover, Nachwuchs) und Bernhard Schlitzer (Wiesbaden, Radpolo) reagiert und folgende Erklärung abgegeben:

 

1. Auslöser der Debatten mit dem Koordinator Schmidt war der Inhalt seines Jahresberichtes für den Hauptausschuss am 20.03.2010. Hier unterstellt der Koordinator der Kommission, dass sie gefasste Beschlüsse nicht einhalten würde.

Dieser massive Vorwurf basiert auf der Nominierung zum Radball Weltcup 2010. Der Koordinator und die Beauftragten haben versucht, diese Entscheidung der Kommission zu hintertreiben – auch dann noch, als die Entscheidung des BSSG vom 15. März gefallen war.

2. Im Hauptausschuss am 20. März wurde darüber diskutiert und informiert. Im Protokoll wird vermerkt, dass der zuständige Vizepräsident Harry Bodmer diese Vorwürfe zurückweist und darauf hinweist, dass sämtliche Beschlüsse und Regeln wie gefasst umgesetzt werden. Der Hauptausschuss hat auf Vorschlag des Präsidenten die ganze Sache an die Kommission zurückgegeben.

3. Am 9.4. wurde die Entscheidung der Kommission Halle zur Nominierung für den Radball Weltcup 2010 auch durch das Amtsgericht Frankfurt bestätigt, indem der Antrag der "Einstweiligen Verfügung" des SV Ehrenberg als unbegründet zurückgewiesen wurde.

4. Am 15.4. wurde das gesamte Thema Radball/Radpolo wieder und ausführlich in der Kommission Halle besprochen. Weiterhin wurde festgestellt, dass gefasste Beschlüsse der Kommission durch Reinhard Schmidt nicht eingehalten und umgangen wurden.

 

So in der Bildung der Unterkommission, zur Überarbeitung der Reglements Radball/ Radpolo und 5er Radball sowie Durchführungsbestimmungen Radball/Radpolo. Dort wurde vereinbart, eine Unterkommission in Absprache mit der Kommission zu bilden und die fachspezifische Thematik zu erarbeiten.

 

Dies wurde ignoriert und von Schmidt und den Beauftragten im Alleingang umgesetzt. Dies entspricht nicht den Vorgaben und Ordnungen des BDR an der sich die Kommission jederzeit orientiert.

 

Gleiches gilt für das Update UCI-Reglement Radball. Die Vorschläge der Trainer und Kadermitglieder wurden nicht berücksichtigt, ohne dass eine Rücksprache stattgefunden hat.

 

Der Koordinator wurde gebeten, seine Kritik sachlich zu untermauern, und auf Beschluss der Kommission, sich mit den "Beauftragten" für Radball, Radpolo usw. zu besprechen und in ca. zwei bis drei Wochen die Kommission Halle schriftlich zu informieren, wie die weitere Zusammenarbeit erfolgen kann.

 

Diese konstruktive und auf Zusammenarbeit gerichtete Haltung der Kommission Halle wurde jedoch konterkariert mit den freiwilligen Rücktritten am 5.5.2010. Das ist bedauerlich.


Es kommt ein anderer Punkt hinzu: Am 02.11.2009 wurden die von der Kommission beschlossenen und verabschiedeten Koordinatorenordnungen Kunstradsport und Radball/Radpolo an den Generalsekretär des BDR geschickt, er leitete die Ordnungen an den Sprecher der AG-Satzung weiter, der die Koordinatoren Ordnungen, wie im Übrigen alle Ordnungen des BDR, mit dem entsprechenden Layout versah.

 

Am 03.11.2009 erhält der Generalsekretär mit cc: stellv. Generalsekretär die Koordinatoren Ordnungen Kunstradsport und Radball/Radpolo zur weiteren Veranlassung zurück. Das entsprach und entspricht den Beschlüssen, die auf der Bundeshauptversammlung 2009 in Leipzig des BDR gefasst worden waren.

 

Auf bisher unbekannte Weise wurde die Koordinatorenordnung Radball/Radpolo inhaltlich abgeändert. Diese falschen Formulierungen der Ordnung wurden dann im Berichtsheft zur Sitzung des Hauptausschusses verschickt. Das konnte erst in der Sitzung des Hauptausschuss vom 20. März korrigiert werden.

 

Es bleibt aber zu klären, wer diesen Fehler zu vertreten hat – denn dadurch wurde die Arbeit der Kommission Halle mindestens erschwert und belastet.

Das sind die sachlichen Fragen – und es geht nur um diese sachlichen Fragen; alles andere darüber hinaus, dient nicht der Sache.

 

Dann kann man sich nämlich auf die sportliche Entwicklung und die Vorbereitungen zu der WM im eigenen Land, im November 2010 in Stuttgart konzentrieren, damit dort die deutsche Spitzenstellung im Hallenradsport erfolgreich erteidigt werden kann.

 

Frankfurt, 13. Mai 2010, Kommission Hallenradsport Leistungssport 

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